Games-Branche in Deutschland 2024: Markt schrumpft, Online-Gaming wächst
Der deutsche Videospielmarkt ist 2024 um sechs Prozent geschrumpft und erreichte ein Volumen von 9,4 Milliarden Euro. Das geht aus Zahlen des Branchenverbands „game – Verband der deutschen Games-Branche“ hervor, die auf Daten von YouGov Shopper, Nielsen IQ und Data.ai basieren und von GamesIndustry veröffentlicht wurden.
Die Verkäufe von Videospielen – darunter Vollpreisspiele sowie In-Game- und In-App-Käufe – sanken um sechs Prozent auf insgesamt 5,5 Milliarden Euro. Besonders die In-Game- und In-App-Käufe gingen um drei Prozent auf 4,6 Milliarden Euro zurück.
Auch der Hardware-Markt verzeichnete ein Minus: Die Umsätze sanken um zehn Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Besonders stark betroffen waren Konsolenverkäufe, die im Vergleich zum Vorjahr um 26 Prozent auf 807 Millionen Euro fielen – lagen damit aber immer noch über dem Niveau von 2022.
Der Branchenverband betonte jedoch, dass das Jahr 2023 eine Ausnahme darstellte. Aufgrund von Lieferengpässen im Vorjahr waren viele Konsolen nicht durchgängig verfügbar, was 2023 zu einem „Nachholeffekt“ führte.
Einen Lichtblick gab es im Bereich der Online-Gaming-Dienste: Hier wuchs der Markt um 13 Prozent von 860 Millionen Euro im Jahr 2023 auf 965 Millionen Euro in 2024.
Felix Falk, Geschäftsführer des Branchenverbands, erklärte: „Nach Jahren starken Wachstums hat der deutsche Games-Markt 2024 eine kleine Verschnaufpause eingelegt. Das lag unter anderem daran, dass es im letzten Jahr weniger große Spielehits gab und sich die Nachfrage nach Konsolen normalisiert hat.“
Dennoch sieht Falk viel Potenzial: „Das größte Wachstum findet derzeit bei Online-Gaming-Diensten wie Cloud-Gaming statt – ein Zeichen für die Innovationskraft der Branche. Zusammen mit den bereits angekündigten neuen Konsolen und Blockbuster-Titeln dürfte das in naher Zukunft wieder für Wachstum sorgen.“
